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SkF sieht die Integration von minderjährigen Flüchtlingen in Gefahr wegen drohender Abschiebung

Stuttgart. 23. Oktober 2017

Die Mitgliederversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen der Diözese Rottenburg-Stuttgart (SkF) hat sich auf ihrer diesjährigen Jahresversammlung für einen gesicherten Aufenthalt für alle jungen integrationswilligen Zuwanderer ausgesprochen, die sich in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden oder bereits einer Beschäftigung nachgehen.

"Die derzeitige Rechtspraxis, wonach eine Ausbildungsduldung nur diejenigen erlangen können, die sich bereits in einer Ausbildung befinden (sog. 3+2 Regelung) führe zu einer Verunsicherung der jungen Menschen", meint die Geschäftsführerin des SkF, Angela Riße. Nicht wenige befinden sich laut ihren Angaben noch  in der Schule und können daher bei einem negativen Asylbescheid nach gegenwärtiger Rechtslage nicht mit einem Aufenthalt rechnen. Zudem weist die gegenwärtige Regelung zahlreiche Regelungslücken auf, so dass der Bürokratieaufwand zur Erlangung einer solchen Ausbildungsduldung erheblich sei und Klageverfahren vorprogrammiert seien. Ca. die Hälfte der minderjährigen Flüchtlinge in der trägereigenen Kinder- und Jugendhilfe in Neuhausen sind derzeit aus Afghanistan. Da dieses als sicheres Herkunftsland von der Bundesregierung eingestuft wird, droht den jungen Zuwanderern nun die Abschiebung. Die Mitgliederversammlung fordert die Bundes- und Landesregierung auf, die Abschiebung nach Afghanistan für diese jungen ausbildungswilligen Ausländer generell auszusetzen.

Der SkF Stuttgart, Frauenfachverband im Caritasverband, setzt sich mit 193 Hauptamtlichen und 177 Ehrenamtlichen für Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen ein.

 

V.i.S.d.P.

Angela Riße, Geschäftsführerin

geschrieben am 23.10.2017 um 12:41 Uhr.
 
 
 
 
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