Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Diözese Rottenburg-Stuttgart · SKF
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Sozialdienst Katholischer Frauen e.V.
Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Willkommen beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart (SkF) ist Teil eines bundesweit tätigen Verbandes von engagierten und couragierten Frauen, die sich für eine Verbesserung der Lebenssituation und die Chancengleichheit von benachteiligten Frauen, Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzen. Als Frauenfachverband im Caritasverband bietet der SkF Stuttgart besondere Unterstützungs- und Beratungsangebote für junge Mütter, Alleinerziehende und für Frauen in Wohnungsnot.
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Offener Brief der AGIA, Diakonie Deutschland, SHIA und des VAMV

Korrigieren Sie das Wohngeldgesetz, damit Steuerentlastungen Alleinerziehenden nicht auf die Füße fallen!

Sehr geehrter Herr Bundesminister Seehofer,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Giffey,
sehr geehrter Herr Bundesminister Heil,

das Wohngeldgesetz bedarf dringender Änderungen, damit der erhöhte steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht existenzbedrohend für geringverdienende Einelternfamilien im Wohngeldbezug wird.   weiterlesen...

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Statement

Es reicht.

Zum aktuellen kirchlichen Geschehen gibt der SkF Gesamtverein folgendes Statement ab:

Das Kölner Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum belegt ein verstörendes System der Tabuisierung von Sexualität, des Missbrauchs von Macht und der gezielten Vertuschung. Nicht zuletzt zeigt sich ein erschreckendes Fehlen von Empathie und der Bereitschaft, Verantwortung für die Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu übernehmen. Leider muss davon ausgegangen werden, dass das für andere Bistümer ebenfalls gilt.

Zehn Jahre des Ausweichens und der Ablenkung sind unerträglich. Jetzt muss endlich eine konsequente Gewaltenkontrolle, eine lebensbejahende und lebensnahe Sexualmoral, Entklerikalisierung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche umgesetzt werden.

Entschieden wehren wir uns daher gegen das Verbot aus Rom zur Segnung homosexueller Paare. Jetzt ist es Zeit für Ungehorsam. Wir fordern alle Seelsorger eindringlich auf, niemandem den Segen zu verweigern. Es muss endlich Schluss sein mit Verletzungen. Wertschätzung muss erfahrbar werden.

Unser Geistlicher Beirat Weihbischof Puff hat sich aufgrund eines im Gutachten festgestellten Verstoßes gegen die Aufklärungspflicht von seinen Aufgaben freistellen lassen und öffentlich erklärt, dass er sich seiner moralischen Schuld stellen wird. Vor dieser Haltung haben wir Respekt.

Dortmund, 22. März 2021.

(Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit, Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V., Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel. 0231 557026-27 bzw. -37, Fax 0231 557026-60, E-Mail: presse@skf-zentrale.de)

Pressemeldung des SkF Bundesverbandes

Größere Last und weniger Geld: Frauen übernehmen in der Pandemie deutlich mehr Aufgaben 

Dortmund, 5. März 2021. Nach einem Jahr vielfältiger Einschränkungen durch die Pandemie wird eines immer sichtbarer: die wirtschaftlichen und sozialen Kosten treffen Frauen wesentlich stärker als Männer. „Diese Pandemie zeigt, dass wir noch weit entfernt sind von einer gleichen Verteilung der Aufgaben im Haushalt, der Kinderbetreuung und aktuell beim Homeschooling“ betont die Bundesvorsitzende des SkF, Hildegard Eckert, aus Anlass des Internationalen Frauentags am 8. März.

So zeigt eine Studie der UN, dass weltweit Frauen im Vergleich zu Männern rund das Dreifache der unbezahlten Sorgearbeit übernehmen. „Wir erleben, dass das überwiegend weibliche Personal in den Sozial- und Pflegeberufen seit Monaten massiv gefordert ist. Gleichzeitig übernehmen Frauen auch Zuhause den Großteil der Care-Arbeit. Neben der Belastung im Alltag birgt dies die Gefahr, dass sich längst überholt geglaubte Rollenbilder und Geschlechterstereotype wieder zu verfestigen drohen“, so Eckert.

Mit Blick auf das diesjährige Motto des Weltfrauentages „Frauen in Führungspositionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“ fordert die Bundesvorsitzende des SkF: „Nur wenn es gelingt, die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen und sie genauso wertzuschätzen wie die Produktion von Gütern, gibt es eine echte Chance auf Ebenbürtigkeit.“ Dass Frauen und Männer gleichberechtigt in allen Lebensbereichen und allen Hierarchieebenen vertreten seien, setze auch voraus, ein gewandeltes Verständnis von und mehr Wertschätzung für Care-Arbeit zu erreichen.



Pressemeldung des SkF Bundesverbandes zum Equal Care Day

Unfair verteilt und schlecht bezahlt - SkF fordert mehr Anerkennung und Geld für Care-Arbeit 

Dortmund, 26.02.2021. Anlässlich des am 01. März stattfindenden Equal Care Day fordert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnungen für Berufe in der Pflege, haushaltsnahen Dienstleistungen und Kinderbetreuung. „Es zeichnet sich ab, dass wir zukünftig wesentlich mehr Fachkräfte in der Care-Arbeit benötigen als in der Produktion. Und doch gelingt es noch immer nicht, die entsprechenden Berufe attraktiver zu gestalten“, kritisiert Hildegard Eckert, Bundesvorsitzende des SkF.

Der SkF unterstützt daher ausdrücklich das Ziel, auf das der Equal Care Day aufmerksam macht: die Aufgaben der Pflege, im Haushalt und in der Kinderbetreuung gleichmäßig auf beide Geschlechter zu verteilen. „Dies kann nur gelingen, wenn wir die gesellschaftspolitischen und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen verbessern“, macht Eckert deutlich. Noch immer aber ist Sorgearbeit weitgehend „unsichtbar“ und erfährt nur eine geringe Wertschätzung. Zudem wird sie häufig gar nicht oder gering bezahlt. Dies zeigt sich auch in der Verteilung von Care-Arbeit: rechnerisch brauchen Männer rund vier Jahre, um die privaten, beruflichen und ehrenamtlichen Fürsorgetätigkeiten zu erbringen wie Frauen in einem Jahr.

„Ein Schritt in die richtige Richtung ist aus unserer Sicht ein Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen“, so Eckert. Das trage dazu bei, die Arbeit aus dem Graubereich zu holen und bietet Frauen die Chance, sozialversicherungspflichtig beschäftigt zu werden. Gleichzeitig würde es insbesondere Alleinerziehenden und Familien ermöglichen, professionelle und bezahlbare Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dass ein solches System positive Effekte hat, zeigen Erfahrungen aus Belgien und Baden-Württemberg.

Der SkF ist Gründungsmitglied im Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ des Deutschen Frauenrats und setzt sich in seiner politischen und praktischen Arbeit für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen ein.

Der SkF unterstützt bundesweit mit rund 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 138 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 91 Betreuungsvereine, 38 Frauenhäuser, 40 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, 36 Kindertageseinrichtungen, 34 Mutter-Kind-Einrichtungen, 31 Dienste der Kindertagespflege sowie 22 Adoptions- und 35 Pflegekinderdienste. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.



Kein Weihnachten in Moria! 
Aufnahme geflüchteter Menschen von den griechischen Inseln JETZT!images/logo_kampagne_moria.jpg

Der SkF Stuttgart unterstützt die von pax christi initiierte Kampagne "Kein Weihnachten in Moria!", mit der sich christliche Träger für die Aufnahme Geflüchteter einsetzen.

Die verheerenden Brände, die das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos praktisch vollkommen zerstört haben, waren eine Katastrophe mit Ansage. Schutzsuchende Menschen leben in Moria teilweise seit Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem völlig überfüllten Camp, ohne richtige Gesundheitsversorgung und ohne jegliche Perspektive. Die ersten Corona-Infektionen in Moria haben die Lage weiter verschlimmert. An Infektionsschutz war bereits zuvor in dem abgeriegelten Lager mit einer Wasserstelle für 1.300 Menschen nicht zu denken. Unter den aktuellen Bedingungen sind Hygienemaßnahmen völlig unmöglich. Diese menschenunwürdige Situation in den Lagern auf europäischem Boden sind eine Schande für die Europäische Gemeinschaft. 

Menschen aus Moria sofort evakuieren

13.000 Menschen haben jetzt auf Lesbos überhaupt keine Unterkunft mehr und fürchten darüber hinaus die Infektion mit dem Coronavirus. Sie müssen sofort nach Deutschland ausgeflogen werden. Etliche Kommunen und einzelne Bundesländer haben sich schon lange zur Aufnahme bereit erklärt. Die Aufnahmekapazitäten sind da, denn 2015 wurden Kapazitäten geschaffen, die jetzt ungenutzt sind. Auch die Rechtslage ist eindeutig: Sowohl das Selbsteintrittsrecht nach Dublin-III-Verordnung Art. 17 als auch die humanitäre Aufnahme nach § 23, Abs. 1 und 2 Aufenthaltsgesetz bieten die Möglichkeit, innerhalb der EU freiwillig Geflüchtete aufzunehmen.

Moria ist seit Jahren Sinnbild einer verfehlten und gescheiterten EU-Migrations- und Asylpolitik. Jetzt gilt es zunächst den Geflüchteten in ihrer Not zu helfen und die Menschen aufzunehmen. Deutschland und die europäischen Mitgliedsstaaten sind hier in der Verantwortung, da sie durch das »Hotspot«-System diese unhaltbaren Zustände erst geschaffen haben.

Schnelle Lösung für alle »Hotspots« nötig

Moria steht aktuell im öffentlichen Fokus, doch die Zustände in den Lagern auf den anderen griechischen Ägäis-Inseln sind ebenfalls nicht hinnehmbar. Deshalb muss auch für die Flüchtlingslager auf den Inseln Samos, Chios, Kos und Leros schnell eine humanitäre Lösung gefunden werden. In dem auf 650 Menschen ausgerichteten Camp auf Samos leben aktuell 5.500 Geflüchtete. Schimmeliges Essen und langes Warten an der Wasserausgabe stehen an der Tagesordnung. Im Flüchtlingslager Vial auf Chios sieht es ähnlich aus.

Bundeskanzlerin und Bundesinnenminister drängen zurecht auf eine gemeinsame europäische Herangehensweise. Doch diese politische Debatte darf nicht auf dem Rücken schutzsuchender Menschen ausgetragen werden. Geflüchtete Menschen – ob Familien oder Alleinreisende – haben ein Recht auf Schutz und ein Leben in Würde. Die Aufnahme 243 behandlungsbedürftiger Kinder und ihrer Familien ist angesichts der dramatischen Situation auf den griechischen Inseln nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Europa verrät seine Ideale

Papst Franziskus wies bereits 2016 auf die besondere Verantwortung der EU hin: »Europa ist die Heimat der Menschenrechte und wer auch immer seinen Fuß auf europäischen Boden setzt, müsste das spüren können«. Auch der Vorsitzende der EU-Bischofskommission COMECE, Kardinal Jean-Claude Hollerich sagt: Wenn wir die schreckliche Lage der Migrantinnen und Migranten nicht ändern, »dann wird das Reden über die christlichen Wurzeln Europas zur Lüge«.

Für uns als Christinnen und Christen ist klar: Unabhängig von parteipolitischen Auseinandersetzungen ist eine Aufnahme der Menschen aus überfüllten Flüchtlingslagern jetzt dringend geboten. Wir können nicht weiter zuschauen, wie die EU auf Kosten menschlicher Schicksale Politik betreibt.

Zu lange haben wir auf ein Handeln der EU gewartet. Wenn nicht jetzt etwas geschieht, werden viele Menschen den nächsten Winter und die Corona-Pandemie in den griechischen Flüchtlingslagern nicht überleben.

Damit die Menschen kein weiteres Weihnachten in Moria erleben müssen, fordern wir die Bundesregierung auf jetzt endlich zu handeln!



Gemeinsame Pressemitteilung von SkF und SKM

Mittendrin statt nur dabei - SkF und SKM fordern mehr Partizipation für Menschen in Armut

Menschen in Armut erleben ihre gesellschaftliche Ausgrenzung während der Corona-Pandemie besonders deutlich und werden mit ihren Anliegen nicht gehört. Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober 2020 fordern Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und SKM Bundesverband deshalb Partizipation zu ermöglichen und die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen.

Dortmund/Düsseldorf, den 16.10.2020. „Wie ein Brennglas hat die Krise die Schieflagen in unserer Gesellschaft gezeigt. So war beim Homeschooling die Ausgrenzung für viele arme Familien besonders spürbar. Häufig fehlten die digitalen Werkzeuge, um Lernmaterialien zu bearbeiten und Hausaufgaben online erledigen zu können", kritisiert Hildegard Eckert, SkF-Bundesvorsitzende. Auch der Zugang zu Behörden war deutlich erschwert. Sozialbehörden und Arbeitsämter waren vielfach nur noch Online zu erreichen. Gleichzeitig aber waren öffentliche Orte mit WLAN-Zugang wie beispielsweise Stadtbüchereien geschlossen. Diese Räume sind insbesondere auch Anlaufstelle für alleinstehende Menschen in Armut.

Die Erfahrungen aus der Praxis von SkF und SKM zeigen, dass die Anliegen und Belange von Menschen in prekären Situationen nicht ausreichend Gehör finden. Die Befähigung zur Selbsthilfe zu stärken und den Betroffenen so eine starke Stimme zu geben, ist daher ein zentrales Anliegen beider Verbände. Heinz-Georg Coenen, Vorstandsvorsitzender des SKM Bundesverbandes fordert: „Von Armut betroffene Menschen müssen an allen politischen Entscheidungen, die sie betreffen, unbedingt beteiligt werden. Sie sind die Expert_innen des Lebens in Armut und können selbst formulieren, was ihnen hilft."
 
Für Menschen in Armut ist von zentraler Bedeutung, dass die Politik nicht über sie sondern mit ihnen spricht. So haben Betroffene einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt, um ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut berichten Menschen in Armut in den Social Media-Kanälen von SkF und SKM über ihre Erfahrungen in der Zeit des Lockdowns und machen deutlich, was für sie wichtig ist. In Interviews (
skmev.de/youtube) benennen Betroffene und Armuts-Expert_innen von SKM und SkF konkrete Punkte, um Ausgrenzung abzubauen.

#MittendrinStattDabei
Die Aktion von SkF und SKM im Netz
Interviews zum Thema Partizipation auf Youtube:
skmev.de/youtube
SkF Gesamtverein auf Facebook:
www.facebook.com/SkF.de
SKM Bundesverband auf Facebook:
www.facebook.com/SKMBundesverband
Der SKM Bundesverband auf Twitter:
twitter.com/SKM_BV
Gesammelte Infos zur Aktion unter
www.skmev.de/aktionen/partizipation2020/

Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart fordert Corona-Zuschlag für Geringverdiener*innen

Offener Brief der Liga der WohlfahrtspflegeDie Bewältigung der Corona-Pandemie überfordert Familien und Alleinstehende mit schmalem Geldbeutel. Deshalb fordert die Liga der Wohlfahrtspflege für Geringverdiener*innen einen Corona-Zuschlag und eine offensive Information der Stadt zum "Sozialschutz-Paket". 

Viele Familien und Alleinstehende mussten bereits Anträge auf die Gewährung von Nothilfen in den Beratungsstellen der freien Träger stellen. Und die Zahl der Notleidenden wird aller Voraussicht nach weiter steigen. Die Sorge besteht, dass immer mehr Menschen in absolute Armut geraten.

Die Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart hält es deshalb für dringend erforderlich, dass die Landeshauptstadt Stuttgart einen freiwilligen „Corona-Zuschlag“ für die Bonuscard-Berechtigten in der Stadt Stuttgart gewährt. Der Vorschlag der Liga zielt auf einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 150 € für jeden bonuscardberechtigten Haushaltsvorstand und von zusätzlich 100 € für jede*n weitere*n BC-Berechtigte*n im Haushalt. Eine solche Zusatzleistung würde es auch Geringverdiener*innen ermöglichen, sich in angemessener Form vor einer Infektion und den hiermit verbundenen Folgen zu schützen. Und er würde vor massiver finanzieller Not bewahren.

Die Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart steht mit dieser Forderung nicht allein. Auf der Bundesebene sprechen sich Caritas und Diakonie für eine derartige, befristet gewährte Zusatzleistung aus. In der aktuellen Krisensituation, sind  die  Kreise und kreisfreien Städte gefordert,  rasche und umfassende Hilfe für ihre Bürger*innen zu zu leisten.

Die Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart hält überdies eine offensive Informationspolitik der Landeshauptstadt Stuttgart zu den mit dem „Sozialschutz-Paket“ zwischenzeitlich in Kraft getretenen Erleichterungen von hoher Bedeutung, wie z. B.:

-  Erwerbsfähige Leistungsberechtigte müssen nicht mehr persönlich beim zuständigen Jobcenter vorsprechen, sondern können in der Regel formlos (telefonisch, per Mail) Kontakt aufnehmen.

-  Anträge auf Arbeitslosengeld II dürfen telefonisch oder online gestellt werden.

-  Die Weiterbewilligung der Leistungen erfolgt nunmehr automatisch nach dem Auslaufen der bisherigen Bewilligungsfrist und verlängert sich bei Bedarf um einen weiteren Bewilligungszeitraum.

-  Für erwerbstätige Eltern mit geringem Einkommen (z.B. durch Kurzarbeit) gibt es Erleichterungen beim Zugang zum Kinderzuschlag, der zusätzlich zum Kindergeld fließt: Einstweilen wird bei diesem Antrag behördlicherseits nur noch das Einkommen des letzten Monats und nicht der letzten sechs Monate wie bislang geprüft.

-  Für zunächst sechs Wochen werden 67 % des Lohns (höchstens 2.016 € mtl.) über den Arbeitgeber weitergezahlt, wenn Eltern ihre Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen.

-  Mieter*innen darf in den nächsten drei Monaten nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der „Corona-Krise“ ihre Miete nicht zahlen können. Die Verpflichtung zur Weiterzahlung der Miete bleibt allerdings weiterhin bestehen.

-  Wer die Rechnungen für Strom, Gas, Telekommunikation und auch Wasser krisenbedingt aktuell nicht zahlen kann, dem gegenüber soll aktuell keine Liefersperre ausgesprochen werden.

Die Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart fordert:

-  Die Einführung eines sofortigen freiwilligen „Corona-Zuschlags“ für Bonuscardberechtigte sowie

-  eine offensive Information der Stadt für Geringverdiener*innen zum erleichterten Antragsverfahren im Rahmen des "Sozialschutz-Pakets“.

Solidarität muss in der Stadtgesellschaft gerade auch den schwächsten Mitbürger*innen gegenüber gelten, die sich nicht selbst zu Wort melden können, um auf ihre desolate Lage hinzuweisen. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Mit folgendem Brief hat sich die Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart deshalb an Oberbürgermeister Kuhn, Bürgermeisterin Dr. Sußmann und alle Mitglieder des Stuttgarter Gemeinderats gewandt: Offener Brief mit den Forderungen der Liga der Wohlfahrtspflege Stuttgart

 

 
 
 
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