Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Nothelfer*innen in Not - Protest für bessere Löhne in Pflege- und Sozialberufen

Stuttgart, 11. März 2018

Stuttgart: Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März wurde einmal mehr öffentlich gemacht, dass die Bezahlung in Pflege- und Sozialberufen unangemessen niedrig ist. Es sind Berufe, in denen überproportional viele Frauen arbeiten. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) fordert die neue Bundesregierung auf, endlich ernsthaft für eine bessere Bezahlung in den Pflege- und Sozialberufen einzutreten. Mit hoher Qualifikation, großem Engagement und viel persönlichem Einsatz werden hier wichtige Aufgaben für einzelne Menschen und unsere gesamte Gesellschaft wahrgenommen.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, demonstrieren Stuttgarter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialen Arbeit am Dienstag, 20. März 2018, auf dem Stuttgarter Marktplatz. Ihre Ziele: faire Bezahlung, faire Chancen für den Nachwuchs und fairer Wettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen.

Das Freiwilligenzentrum Caleidoskop des Caritasverbandes Stuttgart, das den Protest koordiniert, schreibt dazu: "Billiganbieter ohne Tarifbindung, Ausschreibungen bei denen es fast nur noch um das billigste Angebot geht, extrem kurze Projektlaufzeiten, kurze, befristete Arbeitsverträge, lassen die Soziale Arbeit in unserer Stadt immer mehr zur "Billigware" verkommen. Sie erschweren die Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Mitarbeitenden in der Sozialen Arbeit und schaden den Menschen in der wohlhabenden Stadt Stuttgart!"

CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag eine bessere Bezahlung für Pflege- und Sozialberufe vereinbart. Der SkF fordert die neu entstehende Bundesregierung auf, dieses Vorhaben zügig umzusetzen. Die bessere Bezahlung ist ein entscheidender Schritt zu mehr Anerkennung und zur Steigerung der Attraktivität der Berufe. Zudem ist diese Maßnahme unerlässlich zur Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, zwischen technischen Berufen und sozialer Arbeit.

„Frauen und Männer, die unsere Kranken pflegen, unsere Alten auf dem letzten Lebensweg begleiten, unsere Kinder betreuen und beim Start ins Leben unterstützen dürfen nicht mit schlechten Löhnen, die zu eigenständigem Lebensunterhalt oder einer auskömmlichen Rente oft nicht reichen, bestraft werden“, untermauert SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus ihre Forderung.

 

Der SkF Stuttgart, Frauenfachverband im Caritasverband, setzt sich mit 220 Hauptamtlichen und 171 Ehrenamtlichen für Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen ein.

V.i.S.d.P. Angela Riße, Geschäftsführerin

geschrieben am 11.03.2018 um 10:00 Uhr.
 
 
 
 
SKF Stuttgart anrufen 0711 / 92562-50