Stuttgart, 12. Januar 2026 – Was kurz vor Weihnachten mit einer einzelnen, stillen Geste begann, hat inzwischen ein beeindruckendes Ausmaß angenommen: 7.097 Euro sind bis heute beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart (SkF DRS) unter dem Verwendungszweck „Schwalbe“ eingegangen. Die Summe belegt eindrucksvoll, wie sehr die Geschichte eines obdachlosen Mannes aus Stuttgart Menschen in ganz Deutschland bewegt hat – und wie groß die Bereitschaft ist, Solidarität konkret werden zu lassen.

Auslöser war die Spende von über 200 Euro, die ein obdachloser Mann aus Stuttgart, der sich „Schwalbe“ nennt, kurz vor Weihnachten an Schwester Nicola Maria übergab. Das Geld hatte er durch das tägliche Sammeln von Pfandflaschen verdient – verbunden mit der Bitte, es alleinerziehenden Müttern in Not zukommen zu lassen. Schwester Nicola Maria leitete die Spende an den SkF DRS weiter.

Eine Welle der Anteilnahme
Nach der Veröffentlichung der Geschichte setzte eine große Welle der Solidarität ein. Hunderte Kommentare in den sozialen Medien, Briefe und persönliche Nachrichten erreichten den SkF DRS. Viele Menschen wollten Schwalbe direkt danken, ihre Bewunderung und ihren Respekt ausdrücken oder konkrete Hilfe anbieten – von Einladungen zum Essen über Bücher- und Einkaufsgutscheine bis hin zu Geldspenden. Schwalbe zeigte sich tief bewegt, machte jedoch deutlich, dass er selbst nichts brauche. Stattdessen bat er darum, die Solidarität weiterzugeben: an den SkF DRS und an alleinerziehende Mütter in prekären Lebenslagen.

Auf seinen Wunsch hin spendeten viele Menschen an den SkF DRS. So wurde aus einer einzelnen Weihnachtsgeste ein gemeinschaftliches Hilfsprojekt. Dass Hilfe dabei ganz konkret ankommt, zeigt sich an den Frauen, denen Schwalbes ursprüngliche Spende zugutekam: Eine dieser alleinerziehenden Mütter aus dem Paulusstift im Stuttgarter Osten konnte davon warme Winterstiefel für sich und ihr Kind kaufen – eine kleine, aber entscheidende Erleichterung in ihrem Alltag. Schwalbe erreichten inzwischen persönliche Dankeskarten der beiden Frauen, die durch seine Spende unterstützt wurden – ein Zeichen dafür, wie viel ihnen diese Unterstützung bedeutet.

Viele Frauen, die vom SkF DRS im Mutter-Kind-Wohnheim Paulusstift begleitet werden, leben trotz Ausbildung oder Arbeit in existenziell unsicheren Verhältnissen. Spenden wie diese machen oftmals den Unterschied – zwischen Sorgen und ein wenig Sicherheit, zwischen Mangel und Würde.

Spenden wirken weiter
Die unter dem Stichwort „Schwalbe“ eingehenden Spenden werden vom SkF DRS gezielt für die Existenzsicherung von Frauen und ihren Kindern eingesetzt. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung bei akuten finanziellen Engpässen wie z.B. medizinischen Leistungen und Zuzahlungen.
Svenja Gruß, Vorständin des SkF DRS, steht in regelmäßigem Austausch mit Schwalbe und hält ihn über die Wirkung seiner Spende auf dem Laufenden. Heute konnte sie ihm – stellvertretend für viele Zeichen der Verbundenheit – eine praktische Unterstützung überbringen: eine besonders kälteisolierende Isomatte und einen Biwak-Überwurf für seinen Schlafsack, die den SkF DRS für ihn erreicht hatten.

Spendenaufruf
Wer Schwalbes Wunsch weitertragen möchte, kann unter dem Stichwort „Schwalbe“ spenden an den
Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
IBAN: DE40 6005 0101 0002 0181 00

Foto: Svenja Gruß, Vorständin des SkF DRS, steht in regelmäßigem Kontakt mit Schwalbe und überreicht ihm eine kälteisolierte Isomatte sowie einen Biwak-Überwurf für seinen Schlafsack – beides Spenden, die eigens für ihn beim SkF DRS eingegangen sind.

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