Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Diözese Rottenburg-Stuttgart · SKF

Willkommen beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Diözese Rottenburg-Stuttgart (SkF) ist Teil eines bundesweit tätigen Verbandes von engagierten und couragierten Frauen, die sich für eine Verbesserung der Lebenssituation und die Chancengleichheit von benachteiligten Frauen, Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzen. Als Frauenfachverband im Caritasverband bietet der SkF Stuttgart besondere Unterstützungs- und Beratungsangebote für junge Mütter, Alleinerziehende und für Frauen in Wohnungsnot.


Gemeinsame Pressemitteilung von SkF und SKM

Verlust der Teilhabe am sozialen Leben trifft Menschen in Armut am stärksten

Menschen mit Armutserfahrung stellen Forderungen an nächste Bundesregierung

Dortmund/Düsseldorf. 18. Oktober 2021. Die massiv eingeschränkten Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft trifft Menschen in Armut am stärksten. Dies ist das Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und des SKM Bundesverbands zum Start der bundesweiten Armutswochen der Caritas gestern in Dortmund.

Unter der Überschrift „Was brauchst du für ein besseres Leben?“ waren Klient:innen und Fachkräfte des SkF und SKM aufgerufen, ihre Forderungen für ein Leben ohne Armut zu benennen. Die Auswertung von mehr als 400 Antworten zeigt, was den Menschen am meisten fehlt: „Menschen mit Armutserfahrungen wünschen sich sehnlich ein Ende der Stigmatisierung in einer Gesellschaft des Überflusses“, macht Hildegard Eckert, SkF Bundesvorsitzende, deutlich. „Sie wollen mit ihren Kindern am sozialen Leben teilhaben und nicht ständig die Erfahrung von Ausgrenzung machen müssen.“

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Die Antworten zeigen auch die Probleme, die den Alltag der Betroffene bestimmen. „Die Regelsätze sind zu niedrig, es fehlt bezahlbarer Wohnraum und die Bildungschancen sind nach wie vor ungleich verteilt“, kritisiert Heinz-Georg Coenen, SKM Bundesvorsitzender. „Die Menschen wollen, dass die Politik das Thema Armut ernst nimmt und entschiedener bekämpft.“

Gemeinsam fordern SkF und SKM, dass die Verantwortlichen in den Kommunen, den Ländern und auf Bundesebene handeln, um die zunehmende soziale Spaltung in der Gesellschaft zu beenden. „Die nächste Bundesregierung muss die Bekämpfung der Armut in Deutschland entschieden angehen. Die anstehenden Verhandlungen für einen Koalitionsvertrag bieten hier eine historische Chance“, betonen Eckert und Coenen. „In den kommenden vier Jahren müssen nicht nur die Weichen für mehr Klimaschutz gestellt werden. Es muss auch gelingen, Armut in einem der reichsten Länder der Welt zu überwinden.“

Die Ergebnisse der Befragung überreichten Vertreter:innen von SkF und SKM am gestrigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut den Politiker:innen Claudia Middendorf (CDU), Markus Kurth, MdB (Bündnis90/Die Grünen), Anja Butschkau, MdL (SPD),  Anna-Tina Pannes (FDP) und Kathrin Vogler, MdB (Die Linke). Ebenfalls vor Ort waren Caritas-Präsident Peter Neher, Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen) und Professor Antonio Brettschneider (TH Köln).

Informationen zur Umfrage und zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die Befragungsergebnisse finden Sie hier.

Alle Filme mit Stellungnahmen Betroffener und Expert:innen aus SkF und SKM finden Sie auf dem Kanal Aktion gegen Armut 2021 von SkF und SKM auf Youtube.

Informationen zu den Caritas-Armutswochen vom 17.10.2021, dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut bis zum 14.11.2021, dem Welttag der Armen, finden Sie hier.

 

BU Foto 1: Zu einer gemeinsamen Veranstaltung haben SkF und SKM zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut eingeladen. Mit dabei war auch Caritas-Präsident Peter Neher. V.l.: Renate Jachmann-Willmer, SkF Bundesgeschäftsführerin; Hildegard Eckert, SkF Bundesvorsitzende; Peter Neher, Caritas-Präsident; Heinz-Georg Coenen, SKM Bundesvorsitzender; Stephan Buttgereit, SKM Generalsekretär.

© SkF/SKM/Tim Frankenheim

BU Foto 2: Die Ergebnisse der Befragung überreichten Vertreter:innen von SkF und SKM am gestrigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut den Politiker:innen. Von links nach rechts auf dem Foto: Dr. Heide Mertens (SkF Gesamtverein), Hildegard Eckert (SkF Gesamtverein), Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen), Kathrin Vogler, MdB (Die Linke), Anna-Tina Pannes (FDP), Anja Butschkau, MdL (SPD), Claudia Middendorf (CDU), Markus Kurth, MdB (Bündnis90/Die Grünen), Heinz-Georg Coenen (SKM Bundesverband).

© SkF/SKM/Tim Frankenheim


Geschlechtergerechtigkeit beginnt bei der fairen Verteilung von Sorgearbeit!

Pressemitteilung des Bündnisses "Sorgearbeit fair teilen"

Pünktlich zu den Bundestagswahlen 2021 launcht das zivil-gesellschaftliche Bündnis Sorgearbeit fair teilen – dem der SkF Gesamtverein e.V. angehört – seinen Onlineauftritt und appelliert an die Parteien: Schluss mit dem Aussitzen – die Politik muss endlich den Weg für einen gleichstellungspolitischen Aufbruch und die gerechte Verteilung von Sorgearbeit ebnen!

In Sachen Geschlechtergerechtigkeit hakt es an allen Ecken und Enden. Spätestens in der Corona-Krise mag dies wohl kaum noch jemand bestreiten. Ein Kernproblem ist und bleibt die ungleiche Verteilung von Sorge- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern.
Who cares? Der sogenannte  Gender Care Gap  liegt nach wie vor bei 52 Prozent – bei heterosexuellen Paarhaushalten mit Kindern sogar bei 83 Prozent.

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Diese gravierende Sorgelücke hat erhebliche Folgen und führt unter anderem dazu, dass vielen Frauen nicht im gleichen Maße wie Männern Zeit und Kraft zur Verfügung stehen, einer eigenen existenzsichernden beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Gleichzeitig wird von Männern immer noch erwartet, die Rolle des Familienernährers zu übernehmen, sodass ihnen für Sorge- und Hausarbeit zu wenig Zeit bleibt.

Das Bündnis Sorgearbeit fair teilen bringt es auf den Punkt: Wer Gleichberechtigung will, muss an der gerechten Verteilung unbezahlter Sorgearbeit ansetzen. Allen Menschen muss unabhängig von ihrem Geschlecht ermöglicht werden, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften und zugleich ihren Sorgeverpflichtungen nachkommen zu können. Dafür müssen strukturelle Hürden abgebaut werden, die die gleiche Verteilung von Sorge- und Hausarbeit verhindern.

Close the Gap! Das Bündnis nimmt die Parteien in die Pflicht, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Sorgelücke zu schließen. So fordern die 13 Mitgliedsorganisationen des  Bündnisses die Politik auf, eine zehntägige Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile rund um die Geburt mit vollem Lohnersatz einzuführen. Die Freistellung unterstützt die partnerschaftliche Arbeitsteilung in den Familien von Anfang an. Auch beim Steuersystem sieht das Bündnis dringenden Handlungsbedarf. Das Ehegattensplitting setzt starke Anreize für ein Familienmodell aus Hauptverdiener und Hausfrau bzw. „Zu-verdienerin“. Die Bündnismitglieder fordern von der Politik, die Lohnsteuerklasse V endlich abzuschaffen und eine Individualbesteuerung einzuführen.

Die sechs Forderungen des Bündnisses an die Parteien zur Bundestagswahl 2021  sind ab sofort online verfügbar. Auch das im Gründungsstatut zusammengefasste Selbstverständnis und die Ziele des Bündnisses sind auf der Website sorgearbeit-fair-teilen.de zu finden. Sorge- und Erwerbsarbeit müssen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Familienform, sexueller Orientierung oder sozialem Status – als selbstverständliche Elemente weiblicher wie männlicher Lebensverläufe begriffen und möglich gemacht werden, ohne dass dies zu individueller Überforderung führt. Dies hat sich das Bündnis zum obersten Ziel gesetzt.

Das Bündnis
Das im Sommer 2020 gegründete zivilgesellschaftliche Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ setzt sich für die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit ein. Seine 13 Mitgliedsverbände haben sich zum Ziel gesetzt, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft für den Gender Care Gap und seine Auswirkungen zu sensibilisieren und sich für die Schließung der Sorgelücke einzusetzen.

Dem Bündnis gehören an:
·    Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
·    Bundesforum Männer e.V.
·    Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.
·    Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
·    Deutscher Beamtenbund und Tarifunion – Bundesfrauenvertretung
·    Deutscher Frauenrat e.V.
·    Deutscher Gewerkschaftsbund
·    Deutscher Hauswirtschaftsrat e. V.
·    Frauenwerk der Nordkirche
·    Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
·    Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
·    WIR! Stiftung pflegender Angehöriger
·    Zukunftsforum Familie e.V.


PRESSEKONTAKT
Juliane Rump
presse@sorgearbeit-fair-teilen.de
Tel. +49 152 / 596 990 53


SkF unterstützt Offenen Brief der Organisation UN Woman Deutschland

#HelftAfghanistansFrauen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
Sehr geehrter Herr Vizekanzler Scholz,
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Kramp-Karrenbauer,
Sehr geehrte Frau Bundesministerin Lambrecht,
Sehr geehrter Herr Bundesminister Maas,
Sehr geehrter Herr Bundesminister Müller,
Sehr geehrter Herr Bundesminister Seehofer,

wir bitten Sie eindringlich, neben den Botschaftsangehörigen, Mitarbeitenden der Entwicklungshilfeorganisationen und den Ortskräften so viele Frauenrechtlerinnen wie möglich zusammen mit ihren Familien aus Afghanistan zu retten. Diese mutigen Frauen haben sich als Politikerinnen, Journalistinnen, Juristinnen, Ärztinnen und Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen für Frauen-und Kinderrechte eingesetzt und damit für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Viele von ihnen haben jahrelang gegen alle Widerstände vertrauensvoll mit den westlichen Ländern zusammengearbeitet.

Sie haben die gleiche, wenn nicht sogar noch schlimmere Behandlung durch die Taliban zu befürchten als die anderen Gruppen. Wir dürfen sie Folter und Mord durch die Taliban nicht schutzlos ausliefern.


Offener Brief - Helft Afghanistans Frauen


Bundestagskandidaten im Gespräch mit dem SkF Stuttgart

Frauen wollen mehr - Aktion des SkF zur Bundestagswahl 2021

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl hat der SkF Stuttgart Politiker*innen, die im Großraum Stuttgart für die Bundestagswahl kandidieren, zu individuellen Gesprächen eingeladen. Ziel war es, die Situation von Familien, Frauen und Kindern und die Anliegen von Mitarbeitenden aus dem sozialen Bereich zu thematisieren und mit den Kandidaten und Kandidatinnen über die Möglichkeiten der nächsten Bundesregierung zu diskutieren.

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Am Mittwoch, 18.8.2021, hat Dr. Timur Lutfullin (FDP) diese Einladung angenommen. „Mir liegt das Thema Soziales am Herzen“, erklärte er zu Beginn seines Besuchs im Paulusstift, der Mutter-Kind-Einrichtung mit Kinder- und Familienzentrum des SkF Stuttgarrt. Ausführlich sprach er mit Frau Nagler, der Leiterin des Paulusstifts, über die leichtere Anerkennung von Bildungsabschlüssen von Migrantinnen und Möglichkeiten der Förderung von Teilzeitausbildungen. Zwei Themen, die Herr Dr. Lutfullin als wichtige Anliegen mitnehmen wollte. Auch die Notwendigkeit einer besseren Refinanzierung von Kindertagesstätten und einer angemessenen Bezahlung von Fachkräften in der Kinderbetreuung waren wichtige Themen. Zudem wurde die Situation von ALG II - Empfängerinnen und die Idee der FDP, stattdessen ein Bürgergeld einzuführen, diskutiert. Ein Problem, bei dem Dr. Lutfullin in seiner aktuellen Funktion als Bezirksbeirat in Bad Cannstatt große Unterstützungsbereitschaft zeigte, war die schwierige Suche nach bezahlbarem Wohnraum für junge Mütter und ihre Kinder.

Klaus Wirthwein (Freie Wähler) konnte am Donnerstag, 19.8.2021, als nächster Gast im Paulusstift begrüßt werden. Als eines seiner Hauptziele nannte er zu Beginn die für Eltern kostenfreie Betreuung in Kindertagesstätten. Im Bereich berufliche Bildung versprach er, die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung zu stärken. Zur leichteren Anerkennung von Bildungsabschlüssen aus dem Ausland sagte Klaus Wirthwein: „Ich werde mich für diese Sache einsetzen, das ist mir ein wichtiges Anliegen.“

Als dritten Bundestagskandidaten konnte der SkF Stuttgart Markus Grübel (CDU) empfangen. Am Donnerstag, den 02.09.2021 informierte er sich in der Kinder- und Jugendhilfe in Neuhausen über die Situation der Jugendlichen und die sozialpolitischen Forderungen des SkF. Zusammen mit der Geschäftsführerin des SkF Angela Riße und dem Leiter der Einrichtung, Siegfried Stark diskutierte er über Themen wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die sichere Finanzierung von sozialen Einrichtungen.

Als vierter Gast konnte am Montag, 13.09.2021, der Bundestagsabgeordnete und Kandidat Dr. Stefan Kaufmann (CDU) im Tagestreff Femmetastisch in der Heusteigstraße begrüßt werden. Mit Angela Riße und Ingrid Stoll, Leiterin der Wohnungsnotfallhilfe für Frauen beim SkF Stuttgart, diskutierte er über Wohnungsbau, Gewaltschutz und Digitalisierung. Verständnis zeigte er dabei für die Forderung, dass alle Zugang zu Informationen und Online-Bewerbungsmöglichkeiten haben sollten, weil das essentiell für die berufliche Zukunft und gesellschaftliche Teilhabe ist. Dr. Stefan Kaufmann: „Die digitale Ausstattung in den Hartz 4 Regelsatz aufzunehmen, wäre sicher die beste Lösung.“

Am 23. September wird Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen) den SkF Stuttgart besuchen.

Der SkF ist dankbar für die Gesprächs- und Unterstützungsbereitschaft der Kandidat*innen.

Bundestagskandidaten zu Besuch beim SkF Stuttgart

Foto 1 (v.li.): Dr. Timur Lutfullin, Bundestagskandidat FDP, mit Heidi Nagler, Einrichtungsleiterin Paulusstift

Foto 2 (v.li.): Heidi Nagler, Einrichtungsleiterin Paulusstift, Klaus Wirthwein, Bundestagskandidat Freie Wähler, und Corinna Dast, Studentische Mitarbeiterin, SkF Stuttgart

Foto 3 (v.li.): Markus Grübel, Bundestagskandidat CDU, Angela Riße, Geschäftsführerin SkF Stuttgart, Siegfried Stark, Einrichtungsleiter Kinder- und Jugendhilfe Neuhausen

Foto 4 (v.li.): Ingrid Stoll, Bereichsleiterin Wohungsnotfallhilfe für Frauen, Angela Riße, Geschäftsführerin SkF Stuttgart, Dr. Stefan Kaufmann, Bundestagskandidat CDU


Tagestreff Femmetastisch

Unterstützung für das "Wohnzimmer unter freiem Himmel"

Der Tagestreff Femmetastisch in der Heusteigstraße bietet vielen Frauen in schwierigen Lebenssituationen einen geschützten Raum und Unterstützung durch Mitarbeiterinnen. Nach einem Winter, der für viele Frauen aufgrund von Corona durch Isolation und Einsamkeit geprägt war, startet der Tagestreff nun das Projekt „Coronasommer“.

Nach dem Auszug einer Kita im Gebäude gegenüber kann ein großer Innenhof bis zum Herbst zum neuen Treffpunkt werden. Durch die Förderung des Bezirksbeirats Mitte und einer Spende des Vereins Helfende Hände e.V. konnte das „Wohnzimmer unter freiem Himmel“ mit Stühlen, Klapptischen, einer Gartenbank, einem Pavillon als Schutz gegen Sonne und Regen und einer Tischtennisplatte ausgestattet werden. Jetzt lädt der Garten, ganz coronakonform, zum Auszuruhen und Entspannen ein.


Offener Brief der AGIA, Diakonie Deutschland, SHIA und des VAMV

Korrigieren Sie das Wohngeldgesetz, damit Steuerentlastungen Alleinerziehenden nicht auf die Füße fallen!

Sehr geehrter Herr Bundesminister Seehofer,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Giffey,
sehr geehrter Herr Bundesminister Heil,

das Wohngeldgesetz bedarf dringender Änderungen, damit der erhöhte steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht existenzbedrohend für geringverdienende Einelternfamilien im Wohngeldbezug wird. 

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Statement

Es reicht.

Zum aktuellen kirchlichen Geschehen gibt der SkF Gesamtverein folgendes Statement ab:

Das Kölner Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum belegt ein verstörendes System der Tabuisierung von Sexualität, des Missbrauchs von Macht und der gezielten Vertuschung. Nicht zuletzt zeigt sich ein erschreckendes Fehlen von Empathie und der Bereitschaft, Verantwortung für die Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu übernehmen. Leider muss davon ausgegangen werden, dass das für andere Bistümer ebenfalls gilt.

Zehn Jahre des Ausweichens und der Ablenkung sind unerträglich. Jetzt muss endlich eine konsequente Gewaltenkontrolle, eine lebensbejahende und lebensnahe Sexualmoral, Entklerikalisierung und Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche umgesetzt werden.

Entschieden wehren wir uns daher gegen das Verbot aus Rom zur Segnung homosexueller Paare. Jetzt ist es Zeit für Ungehorsam. Wir fordern alle Seelsorger eindringlich auf, niemandem den Segen zu verweigern. Es muss endlich Schluss sein mit Verletzungen. Wertschätzung muss erfahrbar werden.

Unser Geistlicher Beirat Weihbischof Puff hat sich aufgrund eines im Gutachten festgestellten Verstoßes gegen die Aufklärungspflicht von seinen Aufgaben freistellen lassen und öffentlich erklärt, dass er sich seiner moralischen Schuld stellen wird. Vor dieser Haltung haben wir Respekt.

Dortmund, 22. März 2021.

(Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit, Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V., Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel. 0231 557026-27 bzw. -37, Fax 0231 557026-60, E-Mail: presse@skf-zentrale.de)



 

 
 
 
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